Ubitium sammelt 14 Mio. $ für einen Chip, der wahrnimmt, denkt und steuert
Der rekonfigurierbare RISC-V-Prozessor des Düsseldorfer Start-ups soll den DSP-+-NPU-+-CPU-Stapel in Robotern und Drohnen ersetzen. Der erste Chip UB108 funktioniert; der kommerzielle UB410 ist für 2027 geplant.
Kurz gesagt: Ubitium hat 14 Mio. US-Dollar Seed-Kapital unter Führung von Ibex Investors eingesammelt; die Seed-Finanzierung beläuft sich damit auf insgesamt 18 Mio. Dollar.
Die Idee
Roboter und Drohnen verteilen ihre Arbeit meist auf drei Chips: einen DSP für Sensorik, eine NPU für KI und eine CPU für die Steuerung. Ubitium baut ein einziges Array programmierbarer Elemente, das Ressourcen zur Laufzeit zwischen den drei Aufgaben umverteilt – mit Standard-RISC-V-Tools und gemeinsamem Speicher.
Stand der Dinge
- UB108 (256 Recheneinheiten, Samsung 8 nm) hat Signalverarbeitung, KI-Inferenz und Echtzeitsteuerung auf demselben Array gezeigt.
- UB410 (4.096 Elemente) soll das Tape-out erreichen, Evaluierungseinheiten folgen 2027.
- Erste Kunden: Radar- und Audiosensorik; Zielanwendungen: Drohnen und autonome Systeme.
- Investoren: Ibex, OpenOcean, KBC Focus Fund, Runa Capital, Inflection sowie privat Florian Seibel, Co-CEO von Quantum Systems.
Warum das wichtig ist
Rechenleistung ist ein versteckter Engpass der Physical AI: Jeder zusätzliche Chip kostet Energie, Gewicht und Integrationszeit. Ein einheitlicher Prozessor ist ein großes Versprechen; die Evaluierungseinheiten 2027 werden zeigen, ob er es einlöst.
Quellen Quellen geprüft
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