LG baut seine CLOiD-Roboter jetzt selbst in Seoul, nachdem AgiBot und Robostar die ersten gefertigt haben
LG Electronics montiert seinen Semi-Humanoiden CLOiD laut ZDNet Korea inzwischen selbst in seiner Datenfabrik in Yangjae, Seoul. AgiBot baute rund 20 Stück für den CES-Auftritt, im ersten Halbjahr übernahm Robostar. Die Roboter beliefern LGs eigene Datenfabrik; die Kosten eines verkaufsfähigen Humanoiden entscheiden sich an der Aktorlinie in Changwon.
LG Electronics baut seinen Semi-Humanoiden CLOiD jetzt selbst, und zwar in der Datenfabrik auf dem früheren F&E-Campus Yangjae in Seoul. Das berichtete ZDNet Korea am 31. Oktober unter Berufung auf Branchenkreise. Bisher übernahmen das andere: Der chinesische Hersteller AgiBot baute im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres auf LGs Wunsch rund 20 Stück, im ersten Halbjahr dieses Jahres übernahm Robostar, ein Industrieroboterhersteller, an dem LG 33,4 % hält. „Robostar hat dieses Jahr CLOiD produziert, macht das aber inzwischen nicht mehr“, sagte ein Branchenvertreter zu ZDNet Korea.
Mit Fertigung hat der Schritt weniger zu tun, als es scheint. Die Roboter sind nicht in Serienproduktion und werden offenbar von Hand montiert statt auf Fabrikanlagen, so ZDNet Korea. Sie gehen direkt in die Datenfabrik, wo CLOiD-Roboter ein nachgebautes Zuhause putzen und auf einer Kopie von LGs Waschmaschinenlinie in Tennessee Teile bewegen, stapeln und montieren; LG kündigte im August an, die Zahl der Roboter dort bis Jahresende auf mehrere Hundert zu erhöhen. Wenn LG CLOiD in Yangjae baut, wird der Roboter zum Werkzeug für LGs Robotertrainingsdaten. Ob LG einen Humanoiden zu einem wettbewerbsfähigen Preis verkaufen kann, entscheidet sich woanders.
Die Kostenfrage liegt in Changwon
Dieses Woanders ist Changwon, wo LG im ersten Halbjahr eine Pilotlinie für Aktoren aufgebaut hat. Im zweiten Halbjahr automatisiert LG die Linie und verbessert die Qualität, um die Serienfertigung vorzubereiten, und wirbt parallel um potenzielle Kunden weltweit, berichtete ZDNet Korea. Aktoren machen mehr als die Hälfte der Herstellungskosten eines Humanoiden aus. „Aktoren von außen zu kaufen, ist nicht kostengünstig, deshalb wird LG sie selbst fertigen“, sagte ein anderer Branchenvertreter; die Hände könnten von LG Innotek kommen, das im Konzern Roboterhände entwickelt, oder von anderen Lieferanten.
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Danach kommt der Chip. LG werde kurzfristig Chips von NVIDIA nutzen und mittel- bis langfristig eigene entwickeln, sagte dieselbe Quelle; ein eigener Humanoiden-Chip könne einen Vorteil von 30 bis 40 % bei den Herstellungskosten bringen.
Den ersten Auftrag nach außen erklärt der CES-Zeitplan. LG entschied sich mit nur etwa sechs Monaten Vorlauf, CLOiD auf der CES 2026 zu zeigen, so ZDNet Korea, und holte sich Hilfe bei AgiBot, an dem LG und Mirae Asset im vergangenen Jahr Anteile erworben haben. Im August beschrieb LG die CLOiD-Roboter in seiner Datenfabrik bereits als selbst gebaut und geprüft.
Offen ist, wer den nächsten baut. LG entwickelt mit NVIDIA einen zweibeinigen Humanoiden, den es im ersten Quartal des kommenden Jahres vorstellen will, berichtete die Seoul Economic Daily, und ein Branchenvertreter sagte ZDNet Korea, LG werde seine Humanoiden wahrscheinlich weiter selbst bauen.
Quellen Quellen geprüft
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